Online-Marketing-Blog Heroshot

5 Tipps zur Auswahl von Dienstleistern

Schlauen Sie sich auf

11.12.2011

5 Tipps zur Auswahl von Dienstleistern

Immer wieder wird an mich die Frage herangetragen, was Merkmale eines wirklichen guten Dienstleisters sind und worauf man bei der Auswahl eines Dienstleisters achten sollte. Diese Frage ist – offen gesagt – sehr schwierig zu beantworten. Die Theorie sagt: man muss anhand eines zuvor definierten Kriterienkatalogs potentielle Dienstleister systematisch analysieren, vergleichen und dann bewerten. Doch: Dies ist aufwändig und fast immer nicht zu leisten. Wie so oft gilt: Die Theorie ist eben die Theorie, und die Praxis ist eben die Praxis. Trotzdem möchte man als Auftraggeber natürlich möglichst auf der sicheren Seite sein, also Antworten auf die oben genannten Fragen haben. In diesem Artikel greife ich dieses Problem auf und möchte fünf einfache Tipps mit an die Hand geben, die bei der Auswahl eines guten Dienstleisters helfen können.

Zunächst aber: Zur Dienstleisterproblematik

Ganz grundsätzlich ist anzumerken, dass man einen Dienstleister und seine Leistungsfähigkeit eigentlich erst nach einer längeren Zusammenarbeit wirklich einschätzen kann. Erst dann hat man (s)einen Dienstleister nämlich selbst erst richtig kennengelernt. Anders formuliert (und das ist eventuell eine schlechte Nachricht an dieser Stelle): Webseiten sind Vertrauensgüter. Ihr Erfolg lässt sich (fast) immer erst nach abgeschlossener Umsetzung und Onlineschaltung tatsächlich erfassen. Bis dahin zählt das Vertrauen in die Lösungskompetenz des gewählten Dienstleisters.

Wie schon gesagt, dies ist eigentlich eine schlechte Nachricht. Insbesondere ist diese Aussage nun auch nicht besonders hilfreich, wenn man eben einen neuen Dienstleister sucht (also die beiden Fragen ganz am Anfang des Artikels beantworten möchte). Tatsächlich sind meiner Erfahrung nach viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) oft mit der Situation überfordert, dass von jetzt auf gleich ein guter Dienstleister gesucht und gefunden werden muss. Also was tun? Wie vorgehen? Worauf achten?

Konkret: Fünf Tipps zur Dienstleisterauswahl

Nachfolgend finden sich fünf Hinweise (oder Tipps), die Ihnen bei der Auswahl eines Dienstleisters wertvolle Dienste leisten können:

(1) Achten Sie auf das Leistungsspektrum der Dienstleister!

Wie auch in diesem Blog immer wieder diskutiert und angesprochen gibt es viele Gestaltungsbereiche moderner und erfolgreicher Webseiten. Einzelpersonen, die als Dienstleister (respektive Alleinkämpfer) das gesamte Spektrum erfolgreicher Webseiten abdecken und anbieten gibt es eigentlich nicht. Dazu ist die Menge an Themen und komplexen Technologien und Konzepten einfach zu groß.

Anders gesagt: Um die verschiedenen Merkmale und Teilbereiche erfolgreicher Webseiten auch tatsächlich anzugehen und umzusetzen bedarf es spezialisierter Experten. Der einleuchtende Vorteil: Nicht jeder macht dann eben alles und muss in allen Bereichen Top-Experte sein (was ja meiner Meinung nach eh nicht geht). Spezialisierung ist also das Zauberwort.

Und genau dies spricht eben sehr häufig (a) für größere Dienstleister bzw. Agenturen, die die entsprechenden Experten auch wirklich in ein Projekt einbringen können, oder (b) für hochspezialisierte Dienstleister mit Fokus auf ein einzelnes Teilgebiet erfolgreicher Webseiten (beispielsweise Business Texting).

(2) Schauen Sie sich Arbeitsproben bzw. Referenzen eines Dienstleisters an!

Viele Dienstleister weisen von sich aus auf eigene Referenzkunden hin, beispielsweise auf der eigenen Website. Meine Empfehlung: Nehmen Sie sich wirklich genügend Zeit sich mit den Referenzarbeiten auseinanderzusetzen.

Und: Nutzen Sie eventuell sogar die Gelegenheit und rufen Sie bei einem der genannten Referenzkunden an fragen Sie nach: zum Projektablauf, zur Art und Weise der Zusammenarbeit, zur Kommunikation, und zur Qualität der finalen Arbeitsergebnisse. Solche Nachfragen sind insbesondere wichtig um Freundlichkeit oder Sympathie nicht mit Professionalität zu verwechseln. Letztere ist entscheidend!

(3) Warten Sie das erste Gespräch mit dem Dienstleister ab!

Ausgangspunkt einer möglichen Zusammenarbeit mit einem Dienstleister sollte immer ein persönliches Treffen (oder zumindest ein persönliches Telefonat) sein. Für ein solches Gespräch sollte man mindestens eine Stunde vorsehen. Wenn es um eine komplette Webseite geht, kann das Gespräch auch deutlich länger gehen.

Wichtig: In dem Gespräch geht es vor allem darum, dem Dienstleister zu erklären, was man gerne haben möchte. Viele Dienstleister (nicht alle!) hören bereits hier nicht richtig zu und verstecken sich dann oft hinter sehr technischen Antworten bzw. auch pauschalisierenden Aussagen wie „Das bekommen wir dann schon hin...“. Gerade wenn sich Dienstleister hinter technischem „Geschwätz“ verstecken, ist dies kein gutes Zeichen und typischerweise kein Punkt der für einen Dienstleister spricht.

Lassen Sie sich im Gespräch alles erklären und, wenn Sie etwas nicht verstehen, haken Sie auch nach. Gute Dienstleister geben sich ehrliche Mühe und nehmen sich auch ausreichend Zeit, um Ihnen auch komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass Sie etwas damit anfangen können.

Eine letzte Randbemerkung: Gerade im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) verstecken sich sehr viele Dienstleister leider viel zu häufig hinter sinnlosen und hohlen Phrasen und machen sich das Unwissen ihrer Kunden zunutze. Die Konsequenz: Kaum eine andere Dienstleisterkategorie im Webbereich genießt einen solch schlechten Ruf!

(4) Ein guter Dienstleister macht sich schon vor seinem Angebot konkrete Gedanken!

Wie sehr ein Dienstleister sich auch um neue Kunden bemüht erkennt man auch daran, ob er sich schon im Nachgang zum Einstiegsgespräch (siehe Punkt 3) bereits erste Gedanken über mögliche Ansätze und Ideen macht – und diese Ansätze und Ideen dann auch in sein konkretes Angebot miteinbezieht.

Gerade bei größeren Projekten, wo eigentlich klar ist dass man ggf. mehrere Dienstleister kontaktiert, kann man so sehr schön sehen, ob ein Dienstleister sich „reinhängt“ oder nicht. Aber auch bei Textern kann die Anforderung einer kurzen Textprobe bezogen auf die eigene Webseite oder das eigene Projekt sinnvoll sein.

(5) Seien Sie realistisch was die Kosten anbelangt!

Dies ist eigentlich vielmehr ein Tipp für Sie als Kunden bzw. Auftraggeber. Ich sage es immer wieder: Gute, erfolgreiche Websites kosten einfach Geld. Selbst kleine Webseiten liegen, wenn von Profis gemacht, schnell in einem Bereich von einigen tausend Euro. Ja, ehrlich. Ganz ehrlich. Viele kleine und mittelständische Betriebe greifen deswegen gerne immer wieder auf „Billig-Dienstleister“ zurück, wenn es um die Gestaltung und Umsetzung der eigenen Webseite geht. Sorry, aber das ist eine denkbar schlechte Idee. Oder anders gesagt: Je billiger ein Dienstleister ist, desto vorsichtiger wäre ich.

Qualität im Bereich Online-Marketing kostet einfach. Billig geht zwar auch, aber der Nutzen beauftragter Arbeiten geht dann sehr oft gegen Null. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich will nicht sagen, dass Kosten keine Rolle spielen sollen. Aber es muss einem klar sein was einen erwartet, wenn eben nur billig zählt. Das ist ganz so als wie wenn man für 99€ für 8 Tage all-inclusive nach Mallorca fliegt. Im ersten Moment ein extrem verheißungsvolles Angebot. Ist man dann angekommen, wird einem schnell klar, dass man doch lieber etwas anderes (besseres) gebucht hätte.