Online-Marketing-Blog Heroshot

Aktuelle Studien zur Digitalisierung: Kulturwandel, Digitale Arbeitswelt, Technologische Arbeitslosigkeit

Schlauen Sie sich auf

Aktuelle Studien zur Digitalisierung: Kulturwandel, Digitale Arbeitswelt, Technologische Arbeitslosigkeit Aktuelle Studien zur Digitalisierung: Kulturwandel, Digitale Arbeitswelt, Technologische Arbeitslosigkeit - Mobile
29.08.2017

Aktuelle Studien zur Digitalisierung: Kulturwandel, Digitale Arbeitswelt, Technologische Arbeitslosigkeit

zur vollständigen StudieDie Digitalisierung überrennt Gesellschaft, Unternehmen und jeden Einzelnen von uns mit unvorstellbarer Dynamik und Wucht. Während manche Auswirkungen in unserem Alltag sichtbar und spürbar sind, bleibt vieles andere vage und im Verborgenen. Eine Vielzahl an Studien widmet sich allen erdenklichen Facetten der Digitalisierung. In diesem Blogartikel sind einige besonders interessante Studien aufgeführt und zusammengefasst.

Studie 2017: The Digital Culture Challenge - Closing the Employee-Leadership Gap (Capgemini) [Kulturwandel, Digitale Vision]

Die Studie der Strategieberatung Capgemini attestiert der Mehrheit von 340 befragten Unternehmen „ein Fehlen von digitaler Vision“. Diese Unternehmen riskieren damit, gegenüber ihren Wettbewerbern zurückzufallen. Für die Untersuchung wurden 1.700 Mitarbeiter aus 340 Unternehmen befragt. Insbesondere zwischen der Gruppe der Top-Management-Vertreter und der weiteren Mitarbeiterschaft bestehe eine deutliche Kluft in der kulturellen Digital-Affinität, wie es heißt. Während 40 Prozent auf Top-Management-Level von einer bereits existierenden digitalen Unternehmenskultur sprächen, seien es bei den restlichen Mitarbeitern nur 27 Prozent.

zur vollständigen Studie

Studie 2017: Innovationsindikator 2017 – Schwerpunkt „Digitale Transformation“ (BDI, Fraunhofer, ZEW, acatech) [Digitale Innovationskraft, Ländervergleich]

In einem neuen Digitalisierungsindex landet Deutschland hinter anderen Industrienationen nur im Mittelfeld auf Rang 17. Es hapert vor allem beim Breitbandausbau und E-Government. Finnland, Schweden und Israel sind mit Werten zwischen 69,5 und 65,4 die Spitzenreiter im Digitalisierungsindikator. Deutschland schafft es mit 44,3 Punkten nur auf Rang 17 knapp hinter Irland, Taiwan und Frankreich. Für die Studie wurde die Innovationsstärke von 35 wichtigen Volkswirtschaften untersucht.

zur vollständigen Studie

Studie 2017: Unternehmensbefragung 2017 – Digitalisierung der Wirtschaft (KfW) [Digitalisierungsmaßnahmen, Branchen, Deutschland]

Der größte Teil der Unternehmen in Deutschland plant, in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. Knapp 42 Prozent geben in der Unternehmensbefragung 2017 an, Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant zu haben. Ein Viertel der Unternehmen ist noch unentschieden, gerade einmal ein Drittel sieht keine Digitalisierungsmaßnahmen vor. Motiv ist auch Wettbewerbsdruck am Markt. Zu den Vorreitern der Digitalisierung zählen die Unternehmen des Groß- und Außenhandels. Mehr als zwei Drittel von ihnen wollen in den kommenden 24 Monaten entsprechend investieren. Neun von zehn Unternehmen nennen als eines ihrer Motive für die Digitalisierung, die Chancen der neuen Technologien nutzen zu wollen. Für zwei Drittel der Unternehmen ist dies sogar der einzige Grund für ihre Aktivitäten. Neben der Nutzung von Chancen nennen die Unternehmen konkrete Forderungen von Kunden, Wettbewerbsdruck am Markt und Druck in der Wertschöpfungskette als Antriebsfaktoren für Digitalisierungsmaßnahmen.

zur vollständigen Studie

Studie 2016: DGB-Index Gute Arbeit – Digitalisierung (Deutscher Gewerkschaftsbund) [Digitale Arbeitswelt]

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch die Digitalisierung in den Unternehmen gestresst und unter Zeitdruck gesetzt. 46 Prozent der Befragten gaben an, ihre Arbeitsbelastung habe aufgrund der Digitalisierung zugenommen. Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Befragung von 9601 abhängig Beschäftigten im Jahr 2016. 54 Prozent berichten von einer gewachsenen Arbeitsmenge. 60 Prozent der von Digitalisierung betroffenen Arbeitnehmer klagen über Zeitdruck. Bei denen, die nicht digital arbeiten, sind es nur 51 Prozent. Von ständigen Unterbrechungen und Störungen berichten 69 Prozent der Befragten. Bei denen, die nicht digital arbeiten, sind es nur 36 Prozent. Dabei arbeiten laut der Studie mittlerweile 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland nach eigenen Angaben in hohem Maße mit digitalen Mitteln. Nur insgesamt 26 Prozent der hochgradig digital Arbeitenden können Einfluss auf die Art und Weise des Einsatzes der digitalen Technik an ihrem Arbeitsplatz nehmen. Fast jeder Zweite fühlt sich der digitalen Technik sehr häufig oder oft ausgeliefert.

zur vollständigen Studie

Studie 2016: Digitalisierung und Arbeitsqualität im Dienstleistungssektor (ver.di) [Digitale Arbeitswelt]

Die Studie beleuchtet unter anderem Fragen zu Arbeitsbelastung, -menge, Multitasking, mobile Arbeit, Work-Life-Balance, Veränderung von Entscheidungsspielräumen, Überwachung/Kontrolle durch digitale Technik, Beteiligung bei Technikeinführung und Qualifizierung. 83 % der befragten Beschäftigten sehen sich in ihrer Arbeit von Digitalisierung betroffen. Die am meisten verbreitete Digitalisierungsform ist die elektronische Kommunikation, gefolgt von der Arbeit mit unterstützenden elektronischen Geräten und softwaregesteuerten Arbeitsabläufen. 47 % der Beschäftigten im Dienstleistungssektor, die in (sehr) hohem Maße mit digitalen Mitteln arbeiten, geben an, die Digitalisierung habe bei ihnen insgesamt zu einer Steigerung der Arbeitsbelastung geführt. Dies ergibt sich vor allem durch eine steigende Arbeitsmenge verbunden mit Arbeitshetze und Zeitdruck ebenso wie erhöhtem Multitasking. Im Zuge der Digitalisierung nehmen also die psychischen Belastungen zu während die körperlichen Belastungen geringer werden. Arbeitshetze wird geringer, wenn digital Arbeitende Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeit haben. Diejenigen, die ihre Arbeit selbständig planen und einteilen können, geben zu einem geringeren Anteil an, sich (sehr) häufig in der Arbeit gehetzt zu fühlen. Wesentlich ist der Einfluss auf die Arbeitsmenge: Ist dieser gegeben, tritt Arbeitshetze deutlich seltener auf. Und von denjenigen, die in (sehr) hohem Maß Einfluss auf den Technikeinsatz an ihrem Arbeitsplatz haben, geben viel weniger Befragten an, sich (sehr) häufig bei ihrer Arbeit der digitalen Technik ausgeliefert zu fühlen.

zur vollständigen Studie

Studie 2016: Digitalisierung und Mittelstand – Eine Metastudie (Institut der Deutschen Wirtschaft Köln) [Digitale Innovationskraft, Metastudie]

Digitalisierung als Treiber von Innovationen nimmt für KMU eine besondere Rolle ein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie stark Digitalisierung in diesen Unternehmen in Deutschland ausgeprägt ist. Es gibt viele Studien, Umfragen und Experteninterviews, die sich dem Stand, dem Fortschritt und den Potenzialen der Digitalisierung im deutschen Mittelstand widmen. Sie kommen zum Teil zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich der Dynamik der Digitalisierung. Die vorliegende Metaanalyse fasst die Ergebnisse von 46 Studien zusammen und zeigt Gemeinsamkeiten und Differenzen auf.

zur vollständigen Studie

Studie 2017: Digitalisierung des Handwerks (BITKOM, Zentralverband des Deutschen Handwerks) [Handwerk, Deutschland]

Die Digitalisierung der Wirtschaft hat längst das Handwerk erreicht. Vier von fünf Handwerksbetrieben (81 Prozent) sagen, dass sie generell aufgeschlossen gegenüber dem Thema Digitalisierung sind. Gut zwei Drittel der Betriebe (69 Prozent) nehmen die Digitalisierung als Chance wahr. Den größten Vorteil sehen Handwerker in der optimierten Lagerung und Verteilung von Betriebsmitteln (91 Prozent). Aktuell verfügen 95 Prozent der Handwerksbetriebe über eine eigene Website, 58 Prozent setzen Software-Lösungen für die Steuerung ihrer betrieblichen Abläufe ein und ein Viertel (25 Prozent) nutzt moderne digitale Technologien, zum Beispiel 3D-Drucker zur Herstellung von Ersatzteilen oder Tracking-Systeme für Maschinen und Werkstoffe.

zur vollständigen Studie

Studie 2017: Digital Innovation: Surviving the next Wave of Change (YouGov) [Online/Offline, Zielgruppenorientierung]

Für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen wird es zunehmend komplexer, ihre Zielgruppen erfolgreich zu erreichen. Ein wesentlicher Grund: Online und Offline verschmelzen zunehmend, auch getrieben durch neue Entwicklungen wie Virtual Reality oder Internet der Dinge. Potenzielle Kunden werden dadurch von Unternehmen häufig nicht zielgerichtet angesprochen, kostspielige Marketingmaßnahmen verpuffen. Schon jetzt sind 86 Prozent der Deutschen in irgendeiner Form mit dem Internet vernetzt. Doch das Internet als eigener Mikrokosmos stirbt, denn die Grenzen zwischen Online- und die Offline-Welt verschwimmen immer mehr. Unternehmen, insbesondere Marketing- und Vertriebsabteilungen, sehen sich erheblichen Herausforderungen, aber auch großen Chancen gegenüber.

zur vollständigen Studie

Studie 2016: Racing With or Against the Machine? Evidence from Europe (ZEW) [Technologische Arbeitslosigkeit, Digitale Arbeitswelt, Europa]

Die Studie untersucht die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Arbeitsnachfrage in europäischen Regionen zwischen 1999 und 2010 und zeigt, dass Automatisierung durch sinkende Produktionskosten für Unternehmen und dadurch sinkende Angebotspreise zu höherer Produktnachfrage geführt hat. Die gestiegene Produktnachfrage wiederum führt zu einem Anstieg der Arbeitsnachfrage. Insgesamt stellen die Wissenschaftler fest, dass der Gesamteffekt des technologischen Wandels auf die Arbeitsnachfrage zwischen 1999 und 2010 positiv war. Zwar haben Maschinen menschliche Arbeit ersetzt und die Arbeitsnachfrage reduziert. Allerdings hat die gestiegene Produktnachfrage in einem noch größeren Umfang die Arbeitsnachfrage erhöht. Wie groß die positiven Arbeitsnachfrageeffekte der Automatisierung ausfallen, hängt jedoch zentral von der Gewinnverteilung des technologischen Wandels ab.

zur vollständigen Studie

Studie 2013: The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Computerisation? (University of Oxford) [Technologische Arbeitslosigkeit, Digitale Arbeitswelt]

In den nächsten 25 Jahren werden 47 Prozent der Jobs verschwinden — zumindest in den weit entwickelten Ländern dieser Erde.

zur vollständigen Studie

Studie 2016: Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten (Barner) [Digitale Arbeitswelt]

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt und ständige Erreichbarkeit im Beruf belasten das Familienleben und wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Dennoch steht die Mehrheit der Befragten der Digitalisierung optimistisch gegenüber. Zwischen 51 Prozent in der Gruppe der über 60-Jährigen und 65 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen äußerten sich positiv über den digitalen Wandel. Vor allem Führungskräfte und jüngere Berufstätige verspüren laut Studie einen überdurchschnittlichen Digitalisierungsdruck. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust durch Technik nimmt mit zunehmendem Alter ab: Während in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 27 Prozent der Befragten diese Sorge umtreibt, sind es bei den über 60-Jährigen noch 12 Prozent.

zur vollständigen Studie