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Die Megatrends der digitalen Gesellschaft

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Die Megatrends der digitalen Gesellschaft Die Megatrends der digitalen Gesellschaft - Mobile
11.09.2014

Die Megatrends der digitalen Gesellschaft

Jedes Unternehmen, das Trends frühzeitig erkennt und seine Aktivitäten darauf ausrichtet, sichert sich Wettbewerbsvorteile. Unternehmen, die aber die eigene Umgebung nicht lesen können, können sich nicht rechtzeitig für "Flucht" oder "Angriff" entscheiden und gehen unter Umständen sogar unter (man denke z. B. an Eastman Kodak in den USA oder die Weltbild-Gruppe und Quelle in Deutschland).

Tatsächlich ist flexibel und schnell reagieren zu können das wesentliche Grundprinzip der Evolution. Um nun aber Trends frühzeitig zu erkennen, müssen Unternehmen die Fähigkeit besitzen, Veränderungen im eigenen Ökosystem zu einem Zeitpunkt aufzuspüren, zu dem diese Veränderungen oft noch gar nicht ersichtlich sind. Eines der wichtigsten Feedback-Elemente für Unternehmen sind dabei die eigenen Kunden. Je besser ein Unternehmen die eigenen Kunden kennt und versteht, also ihr Verhalten, ihre Kaufentscheidungen, ihre Vorlieben und Bedenken, desto effizienter und effektiver kann auf sich abzeichnende Veränderungen reagiert werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die vor ca. 20 Jahren begonnene digitale Revolution mit brachialer Konsequenz und Kompromisslosigkeit Unternehmen vor neue, komplexe Herausforderungen stellt. Die beiden amerikanischen Ökonomen Brynjolfsson und McAffe sprechen in diesem Zusammenhang vom "zweiten Maschinenzeitalter" (bezogen auf die erste industrielle Revolution). Seit Jahrzehnten gültige Gesetzmäßigkeiten werden auf den Kopf gestellt. Insbesondere bekommen Kunden immer mehr Macht und werden zum direkten Dialogpartner der Unternehmen da Zwischenhändler zunehmend ausgeschaltet werden. Aber auch den Unternehmen selbst bieten sich mehr und völlig neue Möglichkeiten. Klassische Geschäftsmodelle können um digitale Innovationen ergänzt werden (ein Beispiel sind E-Book-Reader). Gleichzeitig können aber auch bislang unbekannte, neuartige digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden (Stichwort WhatsApp).

Unternehmen müssen sich auf eine neue Kundengeneration einstellen. Denn: Bedingt durch die kompromisslose Entwicklung unserer Gesellschaft hin zu einer E-Society, in der vier Megatrends aufeinander prallen (vgl. Abbildung), ändern sich auch die Kunden.

Abbildung: Vier Megatrends dominieren die E-Society.

Im Zentrum steht das Internet, das durch smarte Devices (wie z. B. Smartphones, Tablets, Wearables [also z. B. Uhren wie die Apple Watch oder Brillen wie Google Glasses]) Kunden völlig neue Produkte und Services bietet und zum nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des Alltags wird. Kunden, junge wie alte, sind versierter, technischer, erwarten mehr. Und auf diesen Umstand müssen sich Unternehmen einstellen. Um jedoch Kunden eines jeden Alters (!) gerecht zu werden, bedarf es nicht nur technologischer Innovationen (was z. B. digitale Produkte anbelangt), sondern auch der Kompetenz, innovative und nachhaltige Kundennetzwerke zu schaffen und zu pflegen.

Somit kann folgendes Fazit gezogen werden: Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass in Zukunft nur solche Unternehmen erfolgreich sein werden, die einerseits ihre eigenen Kunden so gut kennen und verstehen, dass frühzeitig auf sich abzeichnende Marktveränderungen reagiert werden kann, und die andererseits auch digital denken, also innovative und zukunftsträchtige digitale Lösungen einsetzen, um die Digitalisierung ihrer Kunden zu begleiten.

Im Umkehrschluss hat das für Unternehmen zwei unmittelbare Konsequenzen:

Erstens: Unternehmen müssen das Ziel verfolgen, die eigenen Kunden besser zu kennen und zu verstehen. (Das Prinzip des "gläsernen Kunden" wird in diesem Zusammenhang oft als Metapher verwendet, steht aber eher für die zurecht fast immer als negativ empfundene vollständige "Durchleuchtung" von Menschen bzw. Kunden und ihres Verhaltens durch ein überwachendes Unternehmen.)

Zweitens und noch wichtiger: Unternehmen müssen ihre Kunden konsequent in die neue digitale Welt begleiten. Denn: Um die eigenen Kunden besser zu kennen und zu verstehen kann die digitale Kundenwelt nicht unberücksichtigt bleiben.