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Emotionen in Online-Marketing und Webdesign: Mächtige Verbündete oder erbitterte Gegner!

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Emotionen in Online-Marketing und Webdesign:  Mächtige Verbündete oder erbitterte Gegner! Emotionen in Online-Marketing und Webdesign:  Mächtige Verbündete oder erbitterte Gegner! - Mobile
23.01.2017

Emotionen in Online-Marketing und Webdesign: Mächtige Verbündete oder erbitterte Gegner!

Grundsätzlich müssen Sie beim Online-Marketing immer zwischen der strategischen und der operativen Ebene unterscheiden. Auf der strategischen Ebene geht es darum, wie Sie grundsätzlich bei Ihrem Online-Marketing vorgehen. Es geht darum, übergeordnete Ideen, Leitmotive oder Leitprinzipien zu entwickeln, auf Basis derer Sie dann die klassischen Online-Marketing-Kernaufgaben (Erhöhung der Sichtbarkeit, erfolgreiche Mikrokonversionen, erfolgreiche Konversionen) in Angriff nehmen. Auf der operativen Ebene geht es dann darum, auch wenn dies manchmal durchaus schwerfällt, konkret zu werden, also zu designen, zu programmieren, zu erstellen, zu konfigurieren, zu bearbeiten oder zu testen. Auf der operativen Ebene geht es darum, dass Sie ihre Ideen umsetzen.

Im Mittelpunkt dieses Blogartikels steht dabei eine Strategie, die sich schon in der Vergangenheit sehr oft als sinnvoller Ansatzpunkt erwiesen hat und die modernes Online-Marketing auszeichnet: die Betonung von und das Spiel mit Emotionen.

Emotionen und Gefühle

Im Kern geht es um die Idee, dass Sie mit Ihrem Webauftritt Emotionen und Gefühle in den Fokus rücken, ja regelrecht befeuern. Verstehen Sie Ihr Online-Marketing und Ihren Webauftritt nicht als „seelenlosen Stahlbolzen“, sondern betrachten Sie diese als Instrument, um positive Emotionen und Gefühle für Ihre Produkte und Leistungen zu erzeugen. Und diese Emotionen und Gefühle sind es dann, die bewirken, dass Sie mit möglichst vielen Ihrer potentiellen Kunden dann tatsächlich Geschäfte anbahnen können.

Aber Obacht! Wenn es um die Beurteilung von Webauftritten und den auf diesen präsentierten Produkten oder Leistungen durch Besucher geht sind Emotionen wahlweise mächtige Verbündete oder erbitterte Gegner. Emotionen können erheblichen positiven wie auch negativen Einfluss haben.

Beispiel: Der Webauftritt der Schreinerei Holitsch

Ein gelungenes Beispiel für die Vermittlung von Emotionen zeigt Abbildung 1. Zu sehen ist ein Ausschnitt der Webseite der Schreinerei Holitsch aus Tettnang-Hiltensweiler im Süden Oberschwabens. Die Schreinerei Holitsch, bereits 1938 gegründet, beschreibt sich selbst auf der eigenen Webseite wie folgt: „Bei unserem Tun steht der Mensch im Mittelpunkt. Gesundes Wachstum mittels nachhaltigem Wirtschaften mit den begrenzten Ressourcen und dem verstärkten Einsatz ökologischer Produkte, ist die Basis der Zukunftssicherung dieses Unternehmens. Damit tragen wir Verantwortung für uns selbst und unserem Umfeld. Bereiten aber auch zugleich den Boden für die kommenden Generation.“ Schon allein diese Beschreibung der eigenen Unternehmensphilosophie wirkt sehr emotional.

Der Webauftritt der Schreinerei Holitsch (Screenshot)

Abbildung 1: Der Webauftritt der Schreinerei Holitsch (Screenshot)

Tatsächlich vermittelt der gesamte Webauftritt durch Texte und Bilder diese Unternehmensphilosophie und die Leidenschaft für Holz – getreu dem Motto: „Mehr Holz geht nicht!“

Es sind dabei aber nicht nur die Texte und Bilder der Webseite, die gekonnt die Leidenschaft für Holz vermitteln. Auch die Berichte in der Rubrik „Frisch Gesägtes“ (vgl. Abbildung 2; erreichbar über den Menüeintrag „Aktuelles“) zeigen wie ernst das Unternehmen sein Selbstverständnis eines nachhaltigen Wirtschaftens nimmt.

Die Rubrik „Frisch Gesägtes“ (Screenshot)

Abbildung 2: Die Rubrik "Frisch Gesägtes" (Screenshot).

Gerade dieses Beispiel zeigt sehr schön und anschaulich, wie die eigene Unternehmensphilosophie der Ausgangspunkt für emotional anregende Texte und Bilder auf einem Webauftritt sein können.

Sympathie als Schlüsselemotion

Für Sie heißt das: Versuchen Sie, in Ihrem Online-Marketing und auf Ihrem Webauftritt Gefühle zu erzeugen, ja sogar bewusst zu schüren. Je mehr positive Empfindungen und Gefühle sich in Verbindung mit Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten oder Leistungen bei potentiellen Kunden manifestieren desto besser.

Eine entscheidende Schlüsselemotion ist dabei die Sympathie, also die sich zumeist spontan ergebende gefühlsmäßige Zuneigung zu einer Person oder eben zu Ihrem Unternehmen bzw. zu dessen Webauftritt. Sympathie ist deswegen so wichtig, weil Sympathie die allererste Emotion ist, die bei der Beurteilung Ihres Webauftritts eine Rolle spielt. Ein Besucher eines Webauftritts benötigt nur den Bruchteil einer Sekunde, um zu entscheiden, ob er diesen als sympathisch oder nicht empfindet. Der erste Eindruck ist also von entscheidender Bedeutung!

Verläuft der erste Kontakt dagegen negativ, ist die entstandene Abneigung nur schwer wieder zu korrigieren.

Gutes Design ist wichtig!

Dies bedeutet, im Umkehrschluss, dass dem Design Ihres Webauftritts eine entscheidende Rolle für die Umsetzung einer emotionsgetriebenen Online-Marketing-Strategie zukommt. Denn: Es ist v. a. das Design Ihres Webauftritts, das den ersten Eindruck bestimmt, den Besucher von Ihrem Webauftritt haben. Es ist deswegen wichtig, dass das Design Ihres Webauftritts gelungen ist. Ästhetisch gelungen ist! Schön ist!

Die Bedeutung von Schönheit wurde übrigens auch schon in anderen Bereichen gezeigt. So widmen Babys schönen Gesichtern deutlich mehr Aufmerksamkeit. Und in öffentlichen Verkehrsmitteln setzen sich weniger Personen neben Menschen, wenn diese äußerlich weniger anziehend sind.

Widmen Sie also dem äußeren Erscheinungsbild Ihres Webauftritts, also seiner Schönheit, durchaus Aufmerksamkeit! Zwar darf Ihr Webauftritt durchaus Ecken und Kanten haben. Aber eben keine hässlichen Ecken und Kanten! Den Idealzustand hat einmal Steve Jobs (der legendäre Gründe von Apple) treffend formuliert: „Wir lassen die Knöpfe auf dem Bildschirm so gut aussehen, dass du sie ablecken willst.“ Natürlich ist dieser Idealzustand nicht immer sofort erreichbar. Wichtiger ist aber trotzdem die grundlegende Botschaft: Geben Sie sich Mühe beim Design Ihres Webauftritts!

Zum Schluss:

Was bestimmt aber das äußere Erscheinungsbild eines Webauftritts?

Sich mit dem Design Ihres Webauftritts zu beschäftigen heißt sich mit...

  • den Farben auseinanderzusetzen, die Ihr Webauftritt verwendet!
  • den Schriftarten auseinanderzusetzen, die Ihr Webauftritt verwendet!
  • den Symbolen auseinanderzusetzen, die Ihr Webauftritt verwendet!
  • den Fotos/Grafiken auseinanderzusetzen, die Ihr Webauftritt verwendet!

Weitere Informationen

Wie Unternehmen heute erfolgreich ihren eigenen Webauftritt gestalten, können Sie in unserem im Rheinwerk Verlag erschienenen Buch „Der erfolgreiche Webauftritt – Online-Marketing für das eigene Unternehmen“ nachlesen. Viele weitere Informationen rund um das Thema Online-Marketing gibt es schon jetzt hier im Blog