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GASTARTIKEL: 16 Gründe für einen Website-Relaunch

Schlauen Sie sich auf

12.08.2011

GASTARTIKEL: 16 Gründe für einen Website-Relaunch

GASTARTIKEL von Dieter Kellermann

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Unternehmen oder ein Freiberufler ohne Website sind heute kaum noch vorstellbar. Doch der rasante technische Fortschritt und steigende Benutzer-Ansprüche lassen viele Seiten innerhalb kurzer Zeit richtig alt aussehen. Das Gemeine dabei: Sie erfahren nie, warum Ihre Seite Ihnen nicht mehr Kunden und damit mehr Umsatz bringt. Denn wer Sie im Internet erst gar nicht findet oder Ihre Website aufsucht und gleich darauf frustriert wieder verlässt, beschwert sich logischerweise auch nicht bei Ihnen, ja Sie lernen ihn nicht einmal kennen.Eine unauffindbare, unstrukturierte, schwer zu bedienende, schlecht getextete, langweilige, mit anderen Worten ungepflegte Website ist deshalb der perfekte Business-Killer.Wenn Ihre Seite schon längere Zeit im Netz steht, wird es also Zeit, sie – genau wie Ihr Auto – einmal zur Inspektion zu bringen. So eine kritische Besichtigung kostet Sie keinen Cent. Falls sich dabei gravierende Mängel ergeben und diese in einem Relaunch sorgfältig behoben werden, kann Ihnen das aber deutlich mehr Besucher und damit Umsatz bringen.

1. Ihre Seite missachtet die überragende Rolle des Textes.

Überragend deshalb, weil vor allem der Text darüber entscheidet, ob Google & Co Ihre Website so weit vorn präsentieren, dass ein potenzieller Kunde sie überhaupt findet – und ob sich dieser potenzielle Kunde auf Ihrer Seite wohlfühlt oder sie gähnend bzw. fluchend gleich wieder verlässt.Ein guter Website-Text wird Ihren Besucher deshalb mit dem ersten Satz packen, mit jedem Satz fesseln und bis zum letzten Satz festhalten. Er wird ihm unablässig weiterhelfen, seine Fragen beantworten und seine Bedenken beseitigen.Lässt der gute Website-Text Ihren Besucher irgendwann wieder los, wird dieser genau das tun, was der Text ihm vorschlägt: zum Beispiel eine Anfrage an Sie abschicken.

2. Ihre Seite ist für Leser wenig verlockend.

Nur lockere Texte locken. Floskeln, Wiederholungen, Fremdwörter und Abkürzungen sind wertlos und ärgerlich. Am überzeugendsten wirkt ein einfacher, natürlicher, verständlicher Sprachstil – so, wie die Zielgruppe ihn spricht. Das Wichtigste kommt dabei immer zuerst: emotionale, nützliche, neugierig machende Menüpunkte, Überschriften, Kernbotschaften, Aufzählungen und Aufforderungen, die Ihren Besucher Klick für Klick weiter locken. Denn der hat es grundsätzlich eilig. Breitet sich eine endlose Buchstaben-Wüste vor ihm aus, zuckt sein Zeigefinger über die Maus und er flieht. Bloß weg hier!

3. Ihre Seite überanstrengt die Leser.

Weil Lesen am Bildschirm anstrengt, freuen sich Ihre Besucher unbewusst über jede Art der Entlastung. Deshalb: Sind Ihre Texte klipp und klar gegliedert? Sprechen sie eine direkte, einfache, lebendige Sprache? Stellen sie rhetorische Fragen wie „Was heißt das für Sie?“ Sind sie absolut fehlerfrei? Hat jeder Absatz eine glasklare Aussage, die schlüssig aus der vorhergehenden folgt? Sind die Überschriften und Zwischentitel zu einem Roten Faden verwoben? Treten Menschen (Geschäftsführer, Mitarbeiter, Kunden) auf? Und gibt es ab und zu ein paar auflockernde Aufzählpunkte (Bullet Points), Fotos und grafische Elemente?Haben die Sätze maximal 15 Wörter und die Absätze höchstens 7 bis 8 Zeilen? Umfasst die einzelne Seite nicht mehr als 3.000 Zeichen? Und gibt es weder Schachtelsätze noch Füllwörter?

4. Ihre Seite ist für Suchmaschinen uninteressant.

Das Internet ist riesig und wächst von Tag zu Tag weiter. Dass die Eingabe eines bestimmten Suchbegriffs Google oder andere Suchmaschinen veranlasst, ausgerechnet Ihre Website aus diesem gigantischen Gewimmel herauszufischen und dem Sucher auf der ersten Seite ganz weit oben zu präsentieren, ist daher so gut wie ausgeschlossen.Es sei denn, eine clevere Optimierung (SEO: Search Engine Optimization) stellt sicher, dass die Suchmaschinen Ihre Seite besonders leicht finden und als besonders attraktiv einstufen.

5. Ihre Seite benutzt keine oder die falschen Keywords.

Keywords – Schlüsselwörter – sorgen dafür, dass die Suchmaschinen Ihre Webseite finden und möglichst weit oben platzieren. Weil sie dabei nur ein paar hundert Zeichen lesen, gehören Keywords gleich in den Text-Einstieg. Ihre spätere Wiederholung ist zwar erwünscht, Übertreibungen werden jedoch gnadenlos abgestraft. Der geschäftliche Erfolg Ihrer Seite hängt somit ganz davon ab, dass Überschriften und Text genau die Suchbegriffe enthalten, die Ihre Kunden tatsächlich benutzen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe.

6. Ihre Seite hat etwas gegen moderne Browser.

Web-Browser sind spezielle Computerprogramme zur Darstellung von Webseiten im Internet. Vor allem die rasant zunehmende Verbreitung von Breitband-Internetzugängen setzt voraus, dass Ihr Browser ständig up to date ist. Denn stößt ein potenzieller Kunde mit modernem Browser auf eine veraltete Website, so kann er sie u. U. nicht korrekt oder nicht vollständig betrachten. Außerdem listet z.B. Google sehr alte Websites nicht mehr gut auf.

7. Ihre Seite missachtet die wachsende Smart-Phone-Gemeinde.

„Smart Phones“ sind moderne Mobiltelefone (z.B. iPhone), die von ihren Benutzern mehr und mehr auch zum Internet-Surfen benutzt werden.Ist Ihre Website auf den Zugriff dieser Geräte nicht vorbereitet, verschenken Sie Tag für Tag ein ständig wachsendes Kundenpotenzial.

8. Ihre Seite sperrt die social-media-begeisterte Jugend aus.

Social-Media-Portale wie Twitter, Facebook oder Youtube, aber auch Social Bookmarking Sites wie Mister Wong haben vor allem bei der jüngeren Generation einen explosionsartigen Zulauf. Ihre Bedeutung als zentraler Dreh- und Angelpunkt z.B. für die persönliche Empfehlungswerbung im Freundeskreis wächst daher unaufhaltsam.Solange Sie diese Portale nicht mit Ihrer eigenen Website verknüpfen, geht Ihnen auch hier wieder ein riesiges Potenzial an vorwiegend jüngeren Kunden verloren.

9. Ihre Seite ignoriert Besucher mit einer Behinderung.

Viele Website-Betreiber übersehen, dass bestimmte Seitenmerkmale für Besucher mit körperlichen oder altersbedingten Einschränkungen (z. B. Sehschwäche) wie eine Zugangsbarriere wirken.Ob fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken, eine unglückliche Farbkombination, unklar strukturierte Seiten oder nicht bedienbare Navigationsmechanismen: Falls ein Besucher Ihre Seite aufgrund solcher Barrieren nicht vollständig erfassen kann, werden Sie ihn mit Sicherheit nicht als Kunden gewinnen.

10. Ihre Seite ist nicht mit anderen Seiten verknüpft.

Ihre Website muss sich im Netz behaupten wie ein Popstar in den Hitparaden. Je mehr Links auf sie verweisen, desto wichtiger nimmt Google sie – und stellt sie desto mehr nach oben.Deshalb ist es wichtig, dass Ihre Seite mit möglichst vielen Geschäftspartnern und Netzwerken verknüpft und in relevanten Suchmaschinen eingetragen ist. Doch Vorsicht vor Anbietern, die Ihnen tausend Verlinkungen versprechen. Schummeln mag Google gar nicht.

11. Ihre Seite hat keine oder eine holprige Landing-Page.

Ihr Besucher kommt in vielen Fällen nicht durch die Vorder-, sondern durch die Hintertür. Dabei landet er nicht auf Ihrer Start-, sondern auf einer sog. Landing-Page – vorausgesetzt, Sie haben schon eine. Die Landing-Page ist eine Unterseite, die inhaltlich exakt auf den eingegeben Suchbegriff abgestimmt ist. Und auf der Ihr Besucher daher auch genau das Gesuchte erwartet: Briefpapier, die Reise auf die Kanaren, das Rezept für ukrainisches Borschtsch. Findet er auf der Landingpage nicht gleich das, was er sucht, verlässt er sie in vielen Fällen wieder. Kunde weg. Umsatz auch.

12. Ihre Seite ist inhaber- statt kundenbezogen.

Wenn ein potenzieller Kunde Ihre Seite betritt, erwartet er – wenn auch unbe-wusst – einen freundlichen Empfang und einen angenehmen Besuchsverlauf. Dazu gehören – neben einer problemlosen Navigation – ein heller, schlichter und damit einladender Gesamteindruck von hoher Wertigkeit, schnell erfassbare Inhalte, klare Formen, wenige, unaufdringliche Farben, diskrete Hintergründe, ein leicht lesbarer Text, eine klare, gefällige Schrift, luftige Zeilenabstände, instruktive Illustrationen und ein möglichst einfaches, frisches Logo.Was Ihr Besucher mit Sicherheit nicht erwartet, sind selbstgefällige Intros sowie nichtssagende Grafiken und Bilder, die ihn immer wieder vom Eigentlichen ablenken.

13. Ihre Seite hilft dem Leser nicht auf die Sprünge.

Anders als ein Buch oder einen Zeitungsartikel liest Ihr Besucher Ihre Website nicht von vorn bis hinten Satz für Satz durch – er springt. Und das obendrein auch noch ziemlich konfus. Er hopst von links nach rechts und von oben nach unten, stürzt sich auf interessante Infos, wandert von der Headline zur Bildunterschrift, hüpft zwischen Text-Schnipseln hin und her – und klickt sich dabei ständig weiter. Im Schnitt alle 7 Sekunden.Was am wichtigsten ist, sollte deshalb links ganz oben stehen. Sobald der Besucher nach unten scrollen muss, sinken die Lese-Chancen um bis zu 90%.

14. Ihre Seite lässt die Besucher mit ihren Fragen allein.

Viele Besucher Ihrer Website haben Fragen zu Ihrem Angebot und legen großen Wert auf eine qualifizierte Antwort. Sogenannte "FAQ"-Seiten mit ihren Antworten auf häufig gestellte Fragen verzeichnen deshalb durchweg hohe Klickraten.

Es lohnt sich also, die immer wiederkehrenden Fragen Ihrer Kunden möglichst vollständig zu erfassen und sorgfältig zu beantworten. Denn oft genug entscheidet gerade die FAQ-Seite darüber, ob ein Besucher Kontakt zu Ihnen aufnimmt oder Ihre Website enttäuscht verlässt und sich einem antwortfreudigen Mitbewerber zuwendet.

15. Ihre Seite hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Ihre Besucher suchen nicht nur nach Sachinformationen, sondern immer auch nach guten Gründen für ein begründetes Vertrauen. Beides finden sie am ehesten in einer Darstellung, die sich in ganz ihre eigene Situation versetzt und das Produkt oder die Dienstleistung, ihren Nutzen, ihren Mehrwert und den Service ganz aus ihrer Perspektive betrachtet.Hilfreich sind dabei in den Fließtext integrierte sog. Hyperlinks zu relevanten Empfehlungen, Presseberichten, Fachartikeln und Fallstudien, die die eigenen Aussagen bestätigen oder ergänzen. Auch die ständige Aktualisierung Ihrer Informationen signalisiert dem Besucher, dass Sie Ihre Seite und damit ihn selbst tatsächlich ernst nehmen.

16. Ihre Seite ist das Stiefkind Ihres Unternehmens.

„Meine Website ist fertig!“ ist einer der unüberlegtesten Sätze, die sich ein moderner Unternehmer leisten kann. Denn Ihre Seite ist ebenso wenig jemals fertig, wie Ihr Unternehmen (hoffentlich!) jemals fertig ist. Aber leider betrachten immer noch viele ihre Website als notwendiges Übel, das man möglichst schnell hinter sich bringt und dann wieder vergisst.Sehr viel klüger ist es, seine Website quasi als eigenständige virtuelle Marketing- oder Werbeabteilung zu konzipieren und in diesem Sinne auch ständig zu pflegen. Fragen Sie Ihre Kunden deshalb immer wieder nach Verbesserungsmöglichkeiten – und setzen Sie diese dann auch schnellstmöglich um. Denn niemand weiß besser wo Ihre Website klemmt als Ihre Besucher.

Zum Gastautor

Als erfahrener Website- und Businesstexter hilft Dieter Kellermann seinen Kunden, sich durch die mediengerechte konzeptionelle und textliche Durchgestaltung ihrer Business-Informationen gegenüber ihren Mitbewerbern einen klaren Wettbewerbsvorteil zu schaffen.