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Onlineshopping – Wie ticken Männer? Wie Frauen?

Schlauen Sie sich auf

13.09.2012

Onlineshopping – Wie ticken Männer? Wie Frauen?

Onlineshopping hat sich – wie wir alle wissen – längst in Deutschland etabliert. Fast jeder der im Internet surft kauft auch ein im Internet. Alleine in Deutschland buhlen mehr als 150.000 Onlineshops um Kunden. Der Umsatz aller deutschen Onlineshops beträgt zusammen mehr als 25 Milliarden Euro. Ein großer Kuchen! Keine Frage!

Um jetzt ein paar Krümel dieses Kuchens abzubekommen (und auch um diese Krümel tobt ein harter Wettkampf) wird viel Zeit und Geld investiert: Suchmaschinenmarketing, der Einsatz von Analysewerkzeugen (wie Google Analytics), oder Social Media Marketing sind Beispiele typischer und (meist) sinnvoller unterstützender Maßnahmen.

Bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit erhält hat aber die Frage, welche geschlechterspezifischen Verhaltensmuster bei Frauen und Männern im Onlineshopping zu beobachten sind. Gibt es hier Unterschiede? Oder auch Gemeinsamkeiten? Nachfolgend einige Studienergebnisse, die Einblicke liefern und die helfen können sich geschlechterspezifische Verhaltensmuster zu Nutze zu machen.

Grundsätzliche Zufriedenheit

Im Rahmen der Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce - Deutschlands Top-Online-Shops" befragte das Forschungs- und Beratungsinstitut E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) im Frühjahr 2012 10.000 Konsumenten. Das (wenig überraschende) Ergebnis: Das Online-Einkaufsverhalten von Männern und Frauen unterscheidet sich. Grundsätzlich gilt: Frauen sind generell die zufriedeneren Kunden, und zwar über alle (laut Studie) relevanten Faktoren wie Design der Website, Benutzerfreundlichkeit, Sortiment, Preisniveau, Bezahlverfahren, Versandoptionen und Lieferung hinweg. Frauen legen dabei vor allem Wert auf eine ansprechende Produktpräsentation und ausführliche sowie informative Produktbeschreibungen. Männer dagegen achten auf eine für mobile Geräte optimierte Version eines Online-Shops sowie dessen Verfügbarkeit.

Eine weitere Umfrage wurde im Dezember 2011 von den Marktforschern von TNS Infratest im Auftrag von quelle.de durchgeführt. Dazu wurden 1.036 Frauen und Männer im Alter ab 18 Jahren in Deutschland telefonisch interviewt. Auch in dieser Studie wurden deutliche Unterschiede dazu festgestellt, was Männern und Frauen im Onlineshopping wichtig ist. Für die Mehrheit der Männer (62 Prozent der männlichen Befragten) sind vor allem niedrige Preise beim Onlineshopping relevant. Anders die Situation bei den Frauen: Für die Hälfte der weiblichen Einkäufer ist der Mangel an Zeit der entscheidende Punkt (und damit Onlineshopping die logische Konsequenz).

Gemeinsamkeiten gibt es aber auch: Ein großes Produktsortiment ist gemäß dieser Studie für beide Geschlechter von großer Bedeutung (je 62 Prozent der Befragten). Ein weiterer gemeinsamer Grund für das Onlineshopping sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist zudem die Bequemlichkeit.

Kaufverhalten

Schon im Jahr 2008 wurde in einer von Paypal beauftragten Studie ermittelt, dass generell mehr Männer als Frauen im Internet einkaufen. Gemäß dieser Studie gilt: Männer kaufen vor allem Elektronikartikel, während Frauen vor allem Bücher und Mode einkaufen.

Über weitere geschlechterspezifische Unterschiede beim Kaufverhalten wird hier berichtet (diese Studie stammt aus dem Jahr 2009). So erzielen Frauen tendenziell höhere Durchschnitts-Warenkorbwerte als Männer. Allerdings beschränken sich Online-Einkäufe von Frauen in Deutschland zumeist auf Warenkorbwerte zwischen 10 und 500 Euro (andersherum: weibliche Käufer zeigen sich also eher zurückhaltend was den Kauf von Luxusgütern anbelangt). Online-Einkäufe von Männern verteilen sich dagegen gleichmäßiger über alle Warenkorbwertgruppen.

Bezahlverfahren & Zahlverhalten

Über geschlechterspezifische Unterschiede bei der genutzten Bezahlverfahren und beim Zahlverhalten wird hier berichtet. Männer sind häufiger Kreditkarten-Nutzer als Frauen (40 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen greifen auf Kreditkarten zurück). Dagegen werden Zahlungen per elektronischer Lastschrift mehr von Frauen (43 Prozent) als von Männern (40 Prozent) verwendet. Zugegebenermaßen sind die Unterschiede aber offensichtlich nicht riesig. Auch interessant (und durchaus relevant): Das Zahlungsausfallrisiko bei Frauen ist weniger als halb so groß, wie bei Männern.

Zusammenfassung

Fast jeder der im Internet surft kauft auch ein im Internet. Dieser Blogartikel hat die Frage aufgegriffen, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es im Einkaufsverhalten von Frauen und Männern gibt. Anhand verschiedener Studienergebnisse wurden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einige auffällige Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt. Die Kenntnis dieser Unterschiede und Gemeinsamkeiten kann helfen, das Einkaufsverhalten der eigenen Kunden besser zu verstehen.