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Reden, Diskutieren und Begeistern: Zur Interaktion im Web 2.0!

Schlauen Sie sich auf

07.02.2012

Reden, Diskutieren und Begeistern: Zur Interaktion im Web 2.0!

Das Web 2.0, oft auch als Mit-Mach-Web bezeichnet, lebt von den Rückmeldungen seiner Nutzer. Tatsächlich sind nutzergenerierte Inhalte zum festen Bestandteil auf vielen Webseiten geworden. Trotzdem scheint es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oft schwierig, die Interaktion und den Dialog mit den eigenen Nutzern zu suchen und zu fördern. Dieser Blogartikel beschreibt, welche Möglichkeiten der Interaktion es in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google+ gibt.

Möglichkeiten der Interaktion?

Bewertungen

Ein Kernelement des Web 2.0 sind Bewertungen. Nutzer bekommen also die Möglichkeit, eine (positive oder negative) Bewertung von Inhalten, Produkten oder Dienstleistungen vorzunehmen. Themenspezifische oder breitgefächerte Bewertungsportale sind seit Beginn des Web 2.0 vor einigen Jahren zu tragenden Säulen des Mit-Mach-Web geworden. Ein Beispiel eines themenspezifischen Bewertungsportals ist das bekannte holidaycheck.de. Auch spezialisierte Dienstleister wie beispielsweise Ärzte, Zahnärzte, oder Rechtsanwälte müssen sich zunehmend in spezialisierten Portalen bewerten lassen. Beispiel eines sehr breitgefächerten Bewertungsportals ist yelp.com. Yelp ist eine Plattform, die die Bewertung lokaler Geschäfte und Dienstleistungen durch Konsumenten erlaubt. Monatlich wird Yelp von mehr als 65 Millionen Benutzern besucht. Gegen Bewertungen wehren kann man sich dabei kaum mehr. Besser ist es deswegen auch auf der eigenen Webseite oder im eigenen Onlineshop gleich von Anfang an entsprechende Bewertungsfunktionen anzubieten um zumindest die Abgabe der Bewertungen ein Stück weit zu kanalisieren.

Kommentare & Diskussionen

Neben den Bewertungen kommt auch Nutzerkommentaren eine wichtige Funktion zu. Das Internet kann als große Diskussionsplattform verstanden werden. Jeder Nutzer hat zu bestimmten Themen eine eigene, subjektive Meinung. Bietet man nun Kommentarfunktionen an, erlaubt man es Nutzern, die eigene Meinung zu einem bestimmten Thema, beispielsweise einem Blogartikel, zu kommunizieren. Im Idealfall entstehen dadurch interessante Diskussionen, die auch wiederum andere Nutzer zu Kommentaren animieren. Wichtig: gute Diskussionen brauchen Struktur und einen roten Faden – man selbst sollte sich also auch in entsprechende Diskussionen „einschalten“ und versuchen neue und andere Facetten zu betonen, die dann selbst wiederum zu weiteren Kommentaren anregen. Die Entstehung einer Diskussion ist aber keine Selbstverständlichkeit und hängt von vielen Faktoren ab – der Attraktivität des diskutierten Themas, der Anzahl der Besucher auf der eigenen Webseite oder Präsenz in sozialen Netzwerken, und auch der Kontroverse des diskutierten Themas.

Rezensionen

Eine Kombination aus Bewertung und Kommentar sind die Rezensionen. Hier setzt man sich als Nutzer mit einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung systematischer auseinander und versucht eine Art Gutachten zu verfassen. Das eigene Gutachten, die Rezension, soll dann anderen Nutzern bei der Beurteilung des Produktes oder der Dienstleistung helfen.

Wettbewerbe

Wettbewerbe sind eine sehr schöne Möglichkeit die Interaktion mit Nutzern zu suchen. Ausgeschrieben wird eine bestimmte Aufgabe, die auch Bezug zu den selbst angebotenen Produkten oder Dienstleistungen haben sollte (oder sogar muss). Beispiele sind Fotowettbewerbe, Gedichtwettbewerbe, oder Wettbewerbe die die Anwendung und den Einsatz eines bestimmten Produktes zum Ziel haben. Wichtiger Anreiz (wie bei jedem Wettbewerb): schöne Preise, die für die Nutzer tatsächlich einen Anreiz darstellen an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Zur Rolle von Emotionen und Leidenschaft!

Je mehr Emotionen und Leidenschaft mit einem Produkt oder einer Dienstleistung verknüpft sind, desto leichter fällt es Nutzer zu finden, die ihre eigenen Emotionen und ihre eigene Leidenschaft in die Öffentlichkeit tragen und mit Anderen teilen. Gerade in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+ ist es wichtig Emotionen und Leidenschaft gezielt durch eigene Inhalte (z. B. Fotos, Videos, Ankündigungen, Wettbewerbe, etc.) zu wecken und anzusprechen, um dadurch die interaktive Auseinandersetzung mit den präsentierten Inhalten zu fördern. Auch Sie selbst müssen sich im Gegenzug auf Emotionen und Leidenschaft einlassen! Auch wenn es an dieser Stelle Überwindung kosten mag.

In anderen Worten: Reden Sie, diskutieren Sie, und begeistern Sie!

Besonderheiten bei Twitter!

Bislang ist in diesem Blogartikel immer von sozialen Netzwerken ganz Allgemein die Rede. Die genannten Aspekte lassen sich tatsächlich mehr oder weniger auf alle großen sozialen Netzwerke anwenden. Einige Besonderheiten gilt es allerdings bei Twitter zu berücksichtigen. In einem früheren Blogartikel habe ich bereits meine persönliche Perspektive zum Thema „Erfolgreich Twittern“ beschrieben. Auch eineaktuelle große Studie zum Thema von Paul André (Carnegie Mellon), Michael Bernstein (MIT) und Kurt Luther (Georgia Institute of Technology) untersucht die Besonderheiten bei Twitter. Die drei Forscher haben ein Jahr lang Twitter-Daten ausgewertet, Zehntausende Tweets analysiert und 1400 Nutzer gefragt, welche Art von Tweet sie gut und schlecht finden. Als Ergebnis ihrer Studie haben sie 9 Erfolgsfaktoren identifiziert, die für erfolgreiches Twittern wichtig sind.

Zum Umgang mit Kritik im Web 2.0

Ob man will oder nicht: Mit nutzergenerierten Inhalten muss man leben, wenn man als Unternehmen versucht die Vorteile des Mit-Mach-Webs zu nutzen. Dies fällt aber insbesondere dann schwer, wenn mal mehr und mal weniger sachliche und konstruktive Kritik an den eigenen Produkten und Dienstleistungen geäußert wird. Kritik und negative Rückmeldungen wird es im Web 2.0 und den angesprochenen sozialen Netzwerken aber immer (!) geben. Wie aber geht man damit um? Zu nennen sind vor allem Durchhaltevermögen, Gelassenheit und vor allem Akzeptanz. Akzeptanz der Nörgler, Schlechtmacher und kritische Menschen. Alles andere kostet nur Kraft, Energie und auch Selbstvertrauen. Wie man am Besten mit Kritik im Web 2.0 umgeht habe ich bereits in einem früheren Blogartikel beschrieben.

Fazit

Das Mit-Mach-Web lebt von den Rückmeldungen seiner Nutzer. Dieser Blogartikel hat beschrieben, welche typischen Möglichkeiten der Interaktion es in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google+ gibt.