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Werkzeuge für die Gestaltung von Webseiten (Teil 2)

Schlauen Sie sich auf

10.01.2012

Werkzeuge für die Gestaltung von Webseiten (Teil 2)

Im ersten Teil dieses zweiteiligen Blogartikels ging es vor allem um die Frage, warum die Auswahl eines geeigneten Werkzeugs eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung einer erfolgreichen Webseite ist. Sie erinnern sich: Die Auswahl eines Werkzeugs für die Gestaltung von Webseiten ist keine Geschmackssache (weder von Ihnen noch von einem Dienstleister), sondern vielmehr eine nüchterne Entscheidung mit Hinblick auf die Bedürfnisse der von Ihnen angesprochenen Zielgruppe. In diesem zweiten Teil möchte ich nun drei verschiedene Werkzeugkategorien vorstellen (Baukästen, Content Management Systeme, Shopsysteme) und zeigen, welche Werkzeugtypen sich am Besten für welche Art von Webseite eignen.

Kategorie 1: Baukasten-Werkzeuge

Ein Website-Baukasten ist ein Softwareprogramm, welches meist online im Browser ausgeführt wird – das heißt, eine gesonderte Installation ist also in vielen Fällen nicht erforderlich. Die Kernidee: Eine Webseite kann man sich quasi ohne Programmierkenntnisse „zusammenklicken“. Man definiert (per Mausklick) ein grundlegendes Gerüst für die eigene Webseite (in anderen Worten: die Seitenstruktur), wählt eines der vorhandenen Layouts aus, und ergänzt dann schließlich das angelegte Gerüst um eigene Inhalte, also im Wesentlichen Texte und Fotos. Auch auf die Gestaltung selbst kann oft Einfluss genommen werden. So können bestimmte Farben oder auch ganze Farbschemas definiert werden!

Ein typisches Beispiel eines Baukastens ist der intensiv beworbene 1&1 Homepage-Baukasten. Strato, ein anderer großer Internetdienstleister in Deutschland, bietet ebenfalls ein eigenes Baukasten-System an.

Ich selbst bin nicht immer unbedingt ein Gegner von solchen Baukasten-Werkzeugen. Viele (nicht alle!) Baukästen sind gerade für Laien einfach und schnell einzusetzende Werkzeuge. Der Haken: Die Baukästen sind vor allem dafür ausgelegt extrem einfache, standardisierte elektronische Visitenkarten zu erstellen. Dafür sind die verfügbaren Werkzeuge durchaus geeignet. Schwierig wird es aber immer dann, wenn man komplexere, aufwändigere Webseiten erstellen möchte – mit individuellen Funktionen, Inhalten und Gestaltungselementen. Hier stoßen Baukästen oft sehr schnell an ihre Grenzen. Noch gefährlicher: die mit Baukästen oft sehr schnell erstellten Webseiten wiegen einen in der trügerischen Sicherheit, man hätte jetzt eine erfolgreiche Webseite (entsprechende Werbekampagnen der großen Baukasten-Anbieter suggerieren das ja auch). Das ist aber meiner Meinung nach kaum möglich.

Wann sind Baukasten-Systeme also sinnvoll? Genau dann, wenn Sie nur eine extrem einfache, standardisierte elektronische Visitenkarte online stellen wollen.

Kategorie 2: Content Management Systeme

Ein Content Management System (CMS) ist ein Werkzeug, welches die Gestaltung komplexer und ausgefeilter Webseiten möglich macht. CMS sind Profi-Werkzeuge. Trotzdem werden CMS auch häufig nicht nur von Profis, sondern auch von (versierten) Laien eingesetzt, da man auch als Laie – nach kurzer Einarbeitung – vergleichsweise schnell erste Ergebnisse erzielt.

Zu den bekanntesten kostenlos verfügbaren Open-Source-CMS zählen Joomla, Drupal, TYPO3 und Wordpress (wobei Wordpress und Joomla derzeit die am meistverwendeten Werkzeuge sind).

Was macht CMS auch für Laien attraktiv (und tückisch)? Auch die meisten CMS erlauben es ganz ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse Webseiten zu erstellen (und zu pflegen). Ein Grundgerüst ist schnell erstellt, ein Design ausgewählt, Inhalte eingefügt. Zudem kann man oft noch aus einer Vielzahl an Standardfunktionalitäten auswählen. Insofern könnte man sagen, dass CMS eigentlich nichts anderes sind als Baukästen (siehe oben). Dies ist aber nur die halbe Wahrheit (bzw. nur 5% von der Wahrheit :-):

Die ausschließliche Nutzung der Baukastenfunktionalität ist nämlich nicht das, was CMS so attraktiv macht. Von Profis eingesetzt werden CMS zu mächtigen Plattformen für die Umsetzung von Webseiten. Aber: Das Potential von CMS kann man ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse nicht freigesetzt werden. Das bedeutet: Um die Unterstützung eines professionellen Dienstleisters kommt man, gerade wenn es um professionelle, komplexere Webseiten geht, aber in den wenigstens Fällen herum.

Wann sind Content Management Systeme sinnvoll? Genau dann, wenn Sie eine komplexere, individuell auf ihre Zielgruppe zugeschnittene Webseite online stellen wollen. Beachten Sie: In diesem Fall werden Sie um die Unterstützung eines professionellen Dienstleisters nicht herumkommen.

Kategorie 3: Onlineshops / Shopsysteme

Onlineshops bzw. Shopsysteme sind hochkomplexe Softwareprogramme, mit denen Webseiten für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über das Internet erstellt werden können. Grundsätzlich gilt: Beim Online-Verkauf sind sehr viele sehr spezielle Aspekte zu berücksichtigen wie beispielsweise die Produktdarstellung, die Zahlungsabwicklung, oder die Abwicklung des Versands. Existierende Shopsysteme unterstützen nun all das, was man beim Online-Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an besonderen Funktionalitäten benötigt. Der Umgang mit Shopsystemen ist für Laien sehr schwierig bzw. sogar unmöglich (zumindest dann, wenn man es richtig machen möchte). Um die Unterstützung eines professionellen Dienstleisters kommt man also auch in diesem Fall in den wenigstens Fällen herum.

Vergleiche aktueller Shopsysteme finden Sie hier, hier und hier. Einen Vergleich der Shopfunktionen von Amazon und E-Bay finden Sie hier.

Wann sind Onlineshop-Systeme sinnvoll? Genau dann, wenn Sie tatsächlich online Produkte oder Dienstleistungen verkaufen möchten.

Fazit

Mittlerweile existieren sehr viele verschiedene Werkzeuge für die Erstellung und Gestaltung von Webseiten. Dabei verliert man schnell den Überblick. Dieser zweiteilige Blogartikel hat diese Problematik aufgegriffen und hat erklärt welche Werkzeugkategorien für welche Webseiten typischerweise geeignet sind. Die wichtigste Regel: Die Auswahl eines Werkzeugs hat aufgrund der für die eigene Zielgruppe bereitzustellenden Funktionen zu erfolgen. Die Auswahl eines Werkzeugs ist also keine Geschmackssache, sondern eine nüchterne Entscheidung mit Hinblick auf die umzusetzende Webseite.